Globale Hersteller

Positionierung

Globale Hersteller bilden das Produktionsende der Kohlenstoffdaten. Die Plattform bietet globalen Herstellern in allen Rechtsordnungen einen einheitlichen Kanal für Dateneingabe, Berechnung, Verifizierung und Compliance und ermöglicht es ihnen, rohe Emissionsdaten innerhalb einer Arbeitsstunde in prüffähige Good Data umzuwandeln, die im Data Vault gespeichert werden und von Importeuren eingesehen sowie von Aufsichtsbehörden überprüft werden können.

Modul 1: Registrierung und Identitätsmanagement

Globale Hersteller müssen die Registrierung auf der Plattform abschließen und grundlegende Unternehmensinformationen, Anlagenlisten, Branchenklassifikation sowie Exportziele einreichen. Die Plattform weist eine eindeutige Kennung zu, die mit sämtlichen Anlagen, Produktlinien und Emissionsdaten des Herstellers verknüpft ist und ein vollständiges unternehmensweites Kohlenstoff-Identitätsprofil bildet. Identitätsinformationen werden verifiziert und on-chain gespeichert, wodurch Unveränderlichkeit und vollständige Rückverfolgbarkeit gewährleistet werden.

Ausrichtung an den Designprinzipien : Good Data beginnt mit einer vertrauenswürdigen Identität. Die eindeutige Kennung des globalen Herstellers ist der Vertrauensanker für sämtliche Kohlenstoffdaten.

Modul 2: Erfassung von Emissionsdaten auf Anlagenebene

Die Plattform führt globale Hersteller durch die Erfassung direkter Emissionen (Scope 1), energiebedingter indirekter Emissionen (Scope 2) sowie relevanter Vorläuferemissionen für jede Produktionsanlage und deckt alle CBAM-Warenkategorien ab (Stahl, Aluminium, Zement, Düngemittel, Strom, Wasserstoff). Datenerfassungsformulare passen sich automatisch an die jeweilige Branche an und enthalten integrierte Validierungsregeln, die fehlende Felder und auffällige Werte in Echtzeit kennzeichnen.

Ausrichtung an den Designprinzipien : Die Datenerfassung ist der Ausgangspunkt der gesamten Good-Data-Kette. Durch branchenspezifische Formulare und Echtzeitvalidierung reduziert die Plattform den Dateneingabeaufwand auf ein Minimum und unterstützt das Ziel „One-Working-Hour“.

Modul 3: Auswahl der Methodik und Abgleich von Emissionsfaktoren

Die Plattform bietet globalen Herstellern mehrere zugelassene Methoden der CO₂-Bilanzierung zur Auswahl, darunter messbasierte und berechnungsbasierte Ansätze. Die Emissionsfaktorenbibliothek umfasst offiziell veröffentlichte nationale Werte sowie branchenspezifische Standardwerte. Das System empfiehlt automatisch die geeignetsten Emissionsfaktoren basierend auf Region und Branche des Herstellers und ermöglicht gleichzeitig das Hochladen eigener verifizierter Messdaten zur Erreichung höherer Datenqualitätsstufen.

Ausrichtung an den Designprinzipien : Methodentransparenz ist die Voraussetzung für Datenvertrauen. Die Plattform erfasst nicht nur Emissionswerte, sondern auch die zugrunde liegenden Methodenauswahlen und Emissionsfaktorquellen, sodass Aufsichtsbehörden und Importeure die Datengenerierungslogik vollständig prüfen können.

Modul 4: Berechnung des CO₂-Fußabdrucks und produktspezifischer eingebetteter Emissionen

Basierend auf Emissionsdaten auf Anlagenebene und Produktionsvolumina berechnet die Plattform automatisch die spezifischen eingebetteten Emissionen für jede Produktkategorie und erstellt CO₂-Fußabdruckberichte, die den CBAM-Anforderungen entsprechen. Der gesamte Berechnungsprozess wird vollständig dokumentiert, einschließlich Allokationsregeln, Systemgrenzen und Wärme-Strom-Umrechnungskoeffizienten, wodurch Reproduzierbarkeit und Prüfbarkeit gewährleistet werden.

Ausrichtung an den Designprinzipien : Produktspezifische eingebettete Emissionen sind der zentrale Datenpunkt der CBAM-Compliance. Die Plattform automatisiert komplexe CO₂-Fußabdruckberechnungen und ermöglicht es globalen Herstellern, konforme Daten ohne tiefgehende Fachkenntnisse zu erstellen.

Modul 5: Datenqualitätsstufen und Verbesserungswege

Die Plattform weist jedem Datenpunkt eine Qualitätsstufe zu: Default, Estimated, Measured und Verified Measured. Das System bietet klare Leitlinien zur Verbesserung der Datenqualität, zeigt den aktuellen Status sowie die Voraussetzungen für den Aufstieg in die nächste Stufe und fördert so die kontinuierliche Verbesserung der Datengenauigkeit.

Ausrichtung an den Designprinzipien : Good Data ist kein statischer Standard, sondern ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Das Stufensystem ermöglicht es Herstellern, ihre Daten im Vergleich zu globalen Benchmarks einzuordnen und konkrete Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten.

Modul 6: Integration von Drittverifizierung

Globale Hersteller können direkt über die Plattform akkreditierte Drittverifizierungsstellen (Dienstleister) beauftragen, um ihre Emissionsdaten unabhängig prüfen zu lassen. Nach Abschluss wird die verifizierte Datenbasis auf der Blockchain fixiert, ihr Status auf „Verified“ gesetzt und automatisch mit den Compliance-Systemen verknüpfter Importeure synchronisiert.

Ausrichtung an den Designprinzipien : Verifizierung ist der entscheidende Schritt, um Daten von „selbstgemeldet“ zu „vertrauenswürdig“ zu entwickeln. Der integrierte Verifizierungsprozess reduziert Reibungsverluste und beschleunigt die Generierung von Good Data.

Modul 7: Speicherung im Data Vault und Freigabesteuerung

Alle verifizierten Emissionsdaten werden im Data Vault der Plattform gespeichert, einschließlich vollständiger Verarbeitungshistorie, Methodikaufzeichnungen und Verifizierungsergebnisse. Globale Hersteller können eigenständig Zugriffsrechte definieren und festlegen, welche Importeure und Aufsichtsbehörden Zugriff erhalten, wobei die Freigabe bis auf Produktebene konfigurierbar ist.

Ausrichtung an den Designprinzipien : Der Data Vault ist das Endziel von Good Data. Hersteller behalten die Datensouveränität, während die Plattform sichere Speicherung und granulare Zugriffssteuerung gewährleistet.

Modul 8: Unterstützung für Multi-Jurisdiktions-Compliance

Die Plattform bietet differenzierte Compliance-Leitlinien basierend auf den nationalen CO₂-Bepreisungssystemen des Herstellers und den Anforderungen der Zielmärkte. Wenn bereits CO₂-Kosten im Ursprungsland gezahlt wurden, unterstützt die Plattform bei der Dokumentation und Erstellung entsprechender Nachweise zur Verwendung durch Importeure bei CBAM-Abzügen.

Ausrichtung an den Designprinzipien : Globale Hersteller stehen nicht vor einer einzelnen Regulierung, sondern vor mehreren überlagerten CO₂-Preissystemen. Die Plattform ermöglicht „einmal eingeben, mehrfach nutzen“.

Modul 9: KI-gestützte Unterstützung

Die AI Shen Zhu Engine begleitet den gesamten Workflow globaler Hersteller: intelligente Unterstützung bei der Dateneingabe, automatische Erkennung von Anomalien und Lücken, Empfehlung optimaler Methoden und Emissionsfaktoren, Schätzung produktspezifischer Emissionen, Erstellung von Compliance-Berichten sowie mehrsprachige regulatorische Interpretation.

Ausrichtung an den Designprinzipien : KI ist die technologische Grundlage des „One-Working-Hour“-Versprechens. Hersteller müssen keine Experten sein — die Plattform integriert Fachwissen direkt in jeden Arbeitsschritt.